Artemisia annua - eine besondere Pflanze

Artemisia annua - eine besondere Pflanze

Heute geht es um Artemisia annua, den einjährigen Beifuss. Artemisia annua ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin seit 5000 Jahren bekannt. 1968 wurde Artemisia wiederentdeckt, in Vietnam. Manche behaupten, der Vietnamkrieg sei durch Artemisia entschieden worden, denn: Artemisia ist wirksam gegen Malaria.

Die Bill-Gates-Stiftung hat bereits mehr als zwei Milliarden Dollar in die Bekämpfung von Malaria investiert, vor allem in die Erforschung von Artesunaten, welche man aus Artemisia annua chemisch isoliert und dann als Droge verabreicht. 

Kontrovers wurde Artemisia annua vor allem seit einige Studien zu dem Ergebnis kamen, dass aus Artesunaten in Zukunft möglicherweise effektive Krebsmedikamente entwickelt werden könnten (Siehe dazu die Artikel: "The anti-malarial artesunate is also active against cancer" im International Journal of Oncology, April 2001 sowie "Molecular Modes of Action of Artesunate in Tumor Cell Lines", veröffentlicht in Molecular Pharmacology, August 2003).
Bis dahin war Artemisia hauptsächlich in den Tropen im Einsatz. Nun begannen sich immer mehr Westler für Artemisia annua zu interessieren. Bis heute ist Artemisia keine anerkannte Therapie gegen Krebs. Dennoch gibt es Menschen, die im Rahmen der Forschung eigenverantwortlich Erfahrungen damit sammeln.
(Siehe dazu die Presseerklärung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: "Medizin-Nobelpreis für Naturstoffe: Auftrieb für die Phytomedizin").
Nun wäre es in meinen Augen absolut unverantwortlich, an Krebs erkrankten Menschen damit Hoffnung machen zu wollen. Keine Pflanze der Welt heilt Krebs. Ich glaube, nur wir selbst können uns heilen. Durch unsere Haltung, unser Handeln, unser Sein in der Welt und durch Verlernen von Gewohnheiten etc. Medikamente oder meinetwegen auch pflanzliche Mittel können uns dabei helfen, ein Milieu herzustellen, in welchem Selbstheilung sich ereiget. 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.